1930 entschloss sich Josef Ganz, einen ersten Prototyp seiner Volkswagen-Idee zu bauen. Nach ersten Kontakten mit Zündapp und DKW baute Josef Ganz den Ardie-Ganz-Prototyp im Sommer 1930 in der Ardie-Motorradfabrik in Nürnberg. Das Fahrzeug verfügte über ein Zentralrohrfahrgestell, einen mittig eingebauten Motorradmotor sowie Einzelradaufhängung mit hinteren Pendelachsen.
„Die bisher durchgeführten Probefahrten [...] haben nicht nur bewiesen, dass es möglich ist, ein Leichtfahrzeug zu bauen, das absolut fahrsicher ist, sondern dass dabei verblüffende Resultate erzielt werden können — mit einer absolut soliden Strassenlage, wie sie bisher völlig unbekannt war."
Vom Ardie-Ganz wurde nur ein einziges Fahrgestell gebaut, allerdings mit zwei verschiedenen Karosserievarianten. Die erste war ein einfacher offener Zweisitzer mit geschweisster Stahlkarosserie. Die zweite Variante war ebenfalls ein Zweisitzer, jedoch mit einer klassisch wirkenden Karosserie mit „Boat-Tail“, gefertigt aus Holz und mit Kunstleder bezogen.
Erhaltene Fahrzeuge
Soweit heute bekannt, sind weder das Fahrgestell noch eine der beiden Karosserien erhalten geblieben. Der Überlieferung nach wurde der Prototyp 1933/34 von einem nationalsozialistischen Gegner Josef Ganz’ zerstört, der Hinweise auf frühe Ganz-Volkswagen-Konstruktionen tilgen wollte.