Die erstaunliche Biografie von Josef Ganz, einem jüdischen Konstrukteur aus Frankfurt, der im Mai 1931 einen revolutionären Kleinwagen schuf: den Maikäfer. Sieben Jahre später stellte Hitler den Volkswagen vor. Er übernahm nicht nur das Konzept von Ganz’ Familienauto, er nutzte sogar denselben Spitznamen.
Bis heute gilt der VW Käfer als eine der wichtigsten Automobilkonstruktionen überhaupt. Er übernahm viele Merkmale des ursprünglichen Maikäfers von Ganz — und doch erhielt Ganz bis vor kurzem keinerlei Anerkennung für seine Pionierarbeit. Die Nationalsozialisten taten alles, um den jüdischen Vater des deutschen Kleinwagens aus den Geschichtsbüchern zu tilgen.
Paul Schilperoord rückt die Geschichte nun zurecht. In einer Biografie, die sich wie ein Spionagethriller liest, erzählt er, wie Ganz von der Gestapo verhaftet wurde, bis ein einflussreicher Freund mit Verbindungen zu Göring seine Freilassung erwirkte. Kurz darauf musste er aus Deutschland fliehen, während Porsche für Hitler den Volkswagen entwickelte und sich dabei vieler seiner bahnbrechenden Ideen bediente. Ganz wurde von den Nationalsozialisten auch über die Grenzen Deutschlands hinaus verfolgt und entging nur knapp einem Anschlag. Nach dem Krieg zog er nach Australien, wo er 1967 starb. Diese Biografie ist eine faszinierende Lektüre für alle, die sich für den Zweiten Weltkrieg, jüdische Geschichte, die Entwicklung der Automobilkonstruktion oder schlicht die Lebensgeschichten aussergewöhnlicher Persönlichkeiten interessieren.
„Dieses überaus lesenswerte Buch belegt überzeugend Ganz’ Einfluss auf den Käfer."
— Mick Walsh, Chefredakteur Classic & Sports Car Magazine