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Roadtrip von Luzern nach Zürich

Archiv 4. Dezember 2021
Roadtrip von Luzern nach Zürich

Am 24./25. September 2021 war es so weit für den Roadtrip mit dem restaurierten und immatrikulierten Standard Superior Type 2 von 1933: Ich fuhr von der Garage „Frank’s Originale“ in Kriens, Luzern, an die Bahnhofstrasse in Zürich. Vor dem ältesten Uhrengeschäft der Schweiz, der Beyer Chronometrie, wo Josef Ganz 1936 auf dem Dach seines Superior sass, wiederholten wir das Spektakel. Ein Traum wurde wahr! Mehr als 80 Jahre später auf demselben Modell zu sitzen, an genau demselben Ort, und so das Bild nachzustellen – einfach unglaublich!

Nachstellung Lorenz Schmid, 2021 Josef Ganz unterwegs, 1936
Copyright Beyer Chronometrie

Das Bild begleitet mich seit 2005, als ich erstmals mit meinem Vater nach Den Haag reiste, um den Journalisten Paul Schilperoord zu treffen. Wer hätte damals gedacht, was sich aus dieser Freundschaft alles entwickeln würde?

Das fantastische Bild nachzustellen war die eine Sache – der Roadtrip von Luzern nach Zürich eine andere. Ein riesiges Abenteuer. Im Rückblick kann ich es kaum glauben. Das Wetter war perfekt, und ich fuhr durch die Stadt Luzern, dann ein langes Stück über Land, bis ich schliesslich an der Bahnhofstrasse herauskam. Der Albispass war zum Schluss die letzte grosse Herausforderung. Nach einer Reparatur, die ich dank der telefonischen Hilfe von René Zangger selbst erledigen konnte, kam zuerst der lange Anstieg, bei dem ich zwischen 2., 3. und 4. Gang wechseln musste, und dann eine Abfahrt, bei der ich verstand, was es heisst, mit den Bremsen schonend umgehen zu müssen. Es war einfach verrückt: die Abgase, der Lärm, die Aufregung! Vor meinem geistigen Auge sah ich immer wieder Josef Ganz, wie er in Frankfurt mit seinen Wagen über die Randsteine raste. Das gab mir Mut, und ich wusste: Es wird klappen!

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, allen Beteiligten zu danken, insbesondere René Beyer, Philippe Meyer und dem ganzen Team von Beyer Chronometrie, René Zangger und Frank Lutz von Frank’s Originale, Paul Schilperoord, meiner Familie, meinen Eltern und Gotte Anita, die mich auf diesem Abenteuer begleitet haben.

Nach dieser Reise war das Fahrzeug während zwei Wochen im wunderschönen Geschäft der Beyer Chronometrie ausgestellt. Lesen Sie auch den Bericht der Beyer Chronometrie.